Gute Auftragslage für 2018 – Prognose plus 8 Prozent USA und China bleiben wichtigste Exportmärkte

VDMA

Die deutschen Holzbearbeitungsmaschinenbauer konnten die Produktion im Jahr 2017 um 10,4 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro steigern.

„Damit haben wir ein Rekordjahr hingelegt und die ursprüngliche Prognose von 5 Prozent weit übertroffen“, sagte Wolfgang Pöschl, der Vorsitzende des Fachverbands Holzbearbeitungs-maschinen im VDMA, anlässlich der Mitgliederversammlung des VDMA Fachverbandes in Leipzig. Auch für das Jahr 2018 gab sich Pöschl optimistisch: „Wir rechnen im laufenden Jahr mit einem weiteren Wachstum von rund 8 Prozent.“ Damit würde die Produktion in Deutschland auf mehr als 3,4 Milliarden Euro zulegen.

Tatsächlich deutet derzeit nichts auf eine Trendumkehr hin. Vielmehr spielen die weltweiten Megatrends wie Digitalisierung, nachhaltiges Bauen und Urbanisierung den Technologieausrüstern der Holzbranche in die Hände. Der Modernisierungsdruck ist insbesondere in den Industriestaaten erheblich. Mit einer Verringerung der Dynamik ist allerdings aufgrund des bereits sehr hohen Niveaus zu rechnen. Das gilt für Deutschland ebenso wie für die Top Export-Märkte in Europa, Nordamerika und Asien.

USA und China an der Spitze

Insgesamt konnte der Export im Jahr 2017 um 12,8 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zulegen. Das entsprach einer Exportquote von 74 Prozent. Die Spitzenplätze als wichtigste Absatzländer nahmen wieder die USA und China ein, die beide über 70 % Prozent mehr Maschinen als im Jahr 2016 aus Deutschland importierten. Die USA erreichten dabei eine Rekordnachfrage von 350 Millionen Euro. Die Lieferungen nach China konnten auf 302 Millionen Euro zulegen.

Mit Abstand folgen Frankreich, Polen und Österreich. Mit einem Zuwachs von 10 Prozent haben die Ausfuhren nach Russland nach zwei Jahren Durststrecke wieder ins Plus gedreht und einen Wert von 95 Millionen Euro erreicht.

Kleines Minus bei den Exporten im ersten Quartal 2018

Im ersten Quartal 2018 gab es im Export leichte Anlaufschwierigkeiten mit einem Minus von knapp 3 Prozent. Die Ausfuhren gingen im Vergleich zum Vorjahr auf einen Wert von 482 Millionen Euro zurück. Rückläufig war das Geschäft mit Frankreich, Großbritannien und der Schweiz. Die Top Märkte China und USA konnten hingegen nochmals um 31 bzw. 49 Prozent zulegen.

Deutscher Import Indiz für internationale Arbeitsteilung

Deutschland importierte im vergangenen Jahr Holzbearbeitungsmaschinen im Wert von 511 Millionen Euro (plus 8 Prozent) – auch dies ein Rekord. Vor allem die Lieferungen aus den Ländern Polen und Tschechien wuchsen mit 39 beziehungsweise 20 Prozent überdurchschnittlich. Polen war damit hinter China zweitwichtigstes Lieferland. Hinter den Erfolgen der osteuropäischen Nachbarn stehen mit großer Wahrscheinlichkeit Zulieferer der deutschen Maschinenbauer sowie Fertigungsstätten deutscher Eigentümer.

Haben Sie noch Fragen? Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer im VDMA Holzbearbeitungsmaschinen e.V. beantwortet sie gerne: Telefon +49 69 6603-1594, E-Mail bernhard.dirr@vdma.org

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