Branchenportrait Holzbearbeitungsmaschinen

EWD

Ob bei der Produktion von hochwertigsten Küchen in Ostwestfalen, oder Schnittholz in Wladiwostok, beim Bau von neun-geschossigen Holzhäusern in London, oder beim Schreiner um die Ecke, Holzbearbeitungsmaschinen "made in Germany" sind immer dabei: überall auf der Welt.

Technik engineered in Germany ist weltweit gefragt wie eh und je. 2016 haben die deutschen Unternehmen mit rund 12.500 Beschäftigten Holzbearbeitungsmaschinen im Wert von insgesamt rund 3 Milliarden Euro abgesetzt. Der Löwenanteil, nämlich 70 Prozent entfiel davon auf internationale Märkte. Weltweit gesehen ist Deutschland somit der mit Abstand größte Ausrüster der Holz- und Möbelindustrie.

Vielfältiges und fein differenziertes Angebot

Keine andere Nation bietet ein so vielfältiges Angebot an Maschinen, Anlagen und Komponenten wie die deutschen Unternehmen. Das fein differenzierte Standardangebot ergänzen die Hersteller durch Systemkonzepte und Sonderlösungen, die sie gemeinsam mit ihren Kunden entwickeln. Angefangen bei der Handkreissäge, über die Standardhobelmaschine für den Schreiner, über komplexe Möbelfertigungsanlagen für die Losgröße eins bis hin zur Gesamtkonzeption von Anlagen für die Erzeugung von Schnittholz, Spanplatten, Laminatfussböden, Holzbaussystemen und Holzbrennstoffe. Das Anlagen- und Engineeringgeschäft ist eine Domäne der deutschen Hersteller bei dem sie annähernd ein Alleinstellungsmerkmal haben.

Weltweit aktiv: gemeinsam mit Kunden und Partnern

Rund 72 Prozent der Gesamtproduktion von Holzbearbeitungsmaschinenmaschinen, in manchen Sparten, wie bei den Holzwerkstoffanlagen sogar über 90 Prozent, gehen in den Export. Deutsche Engineering Technology ist eine Marke und steht nicht ohne Grund für Leistung, Produktivität und Qualität. Diese sind weltweit gesehen wohl immer noch die drei wichtigsten Kriterien für die Kaufentscheidung der Kunden. Die deutschen Hersteller sind nahe an ihren Kunden. Die meisten der rund 200 fast durchweg mittelständischen Unternehmen der Branche sind stark aufgestellt und verfügen heute über ein großes Netz an Vertriebsniederlassungen und Händlern.

Mensch und Umwelt 

Mensch und Umwelt stehen deshalb im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Unternehmen. Innovationen drehen sich in hohem Maße um Themen wie Ressourceneffizienz aber auch Lärm- und Staubreduzierung; und das bei gleichzeitiger Beibehaltung oder Steigerung der Leistung der Werkzeuge, Maschinen und Anlagen. Der sorgsame Umgang mit dem wunderbaren nachwachsenden Werkstoff Holz steht im Mittelpunkt. Die Hersteller arbeiten an immer ausgefeilteren Lösungen, um noch effizienter Bauprodukte und Möbel aus dem wertvollen Rohstoff zu gewinnen.

Material und Verfahren

Aus der Architektur und dem Design kommen sich ständig ändernde Anforderungen, wie der Leichtbau, die Kombination unterschiedlichster Materialien, innovative Oberflächenbeschichtungen oder neuartige Holzbauweisen die die Hersteller von Maschinen und Anlagen in ihre Entwicklungsvorhaben integrieren. So fordert eine neue Leichtbauplatte nach bisher gänzlich unbekannten technischen Lösungen im Herstellungsprozess. Der Rationalisierungsdruck zum Beispiel in den Schnittholz- oder Möbelproduktionen, aufgrund deutlich steigenden Materialkosten für Holz und Klebstoffe sowie der Mangel an qualifiziertem Fachpersonal sorgt darüber hinaus immer wieder für innovative Verfahren, die produktionsbeschleunigend sind und damit dem Kunden letztlich Kosten sparen.

Leitmessen

Die aktuellsten technischen Trends gibt es alle zwei Jahre auf der LIGNA Hannover zu sehen. Viele Unternehmen richten ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am Messezyklus der Ligna aus. Deshalb gilt die Messe in der Branche nicht nur als internationaler Treffpunkt Nummer eins, sondern auch als Innovationsmotor. Die Dimensionen der Ligna sind gewaltig. Auf über 120.000m² in Hallen und Freigelände zeigen rund 1.600 Aussteller aus über fünfzig Ländern Holzbearbeitungsmaschinen zum Anfassen. Die Messe ist nicht nur die Nummer eins für die Holz- und Möbelindustrie, sondern auch die weltgrößte Messe wenn es um das Thema Energie aus Holz geht. Die Messe ist ein Muss für Entscheider aus aller Welt und zugleich ein unvergleichbares Erlebnis für jeden Besucher.

Auch speziell für seine Handwerkskunden bietet der VDMA und seine Mitgliedsfirmen gemeinsam mit den Partnern von der Messe Nürnberg alterniered im Ligna freien Jahr ein Branchenhighlight. Die Holz-Handwerk ist in den geraden Jahren der Treffpunkt für den Tischler und Schreiner in Zentraleuropa. Mit knapp 30.000m² und rund 40.000 Besuchern aus dem In- und Ausland zählt die Messe zu den zu den Top fünf Branchentreffpunkten weltweit.